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Kaufen auf Rechnung im B2B-Onlineshop: Wie Unternehmen profitieren

Der Kauf auf Rechnung im Onlineshop: Das Prinzip “Buy Now, Pay Later” hat das Potenzial, den B2B-E-Commerce in den kommenden Jahren neu zu erfinden, und bringt für Käufer und Händler entscheidende Vorteile. Wie können B2B-Unternehmen profitieren? Was ist bei der Implementierung im Onlineshop zu beachten?

„Buy Now, Pay Later“ (BNPL) heißt übersetzt „jetzt kaufen und später bezahlen“ und entspricht in Deutschland dem klassischen Kauf auf Rechnung. D.h. die Ware oder Dienstleistung wird erst nach Erhalt bezahlt. BNPL erreicht nun auch den B2B-E-Commerce und bringt Händlern und Käufern gleichermaßen Vorteile. Die Abkürzung B2B steht dabei für “business to business”, also Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen.

Der B2B-E-Commerce-Boom

Die Digitalisierung hat den B2B-Vertrieb erreicht – Unternehmen, Hersteller und Händler vertreiben ihre Produkte zunehmend über Onlineshops. Dieser Trend wird in den kommenden Jahren weiter an Fahrt aufnehmen:

Wie die Studie „Payment und Finanzprozesse im B2B-E-Commerce“ von ibi Research an der Universität Regensburg und Creditreform prognostiziert, werden 2025 bereits mehr als die Hälfte aller B2B-Payments online getätigt werden. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung, ähnlich wie im B2C-E-Commerce, noch beschleunigt.

Ein großes Potenzial zeichnet sich ab: Der B2B-Payments-Markt ist riesig und die derzeitigen Zahlungsmethoden sind veraltet. Das Aufkommen von Echtzeitüberweisungen, Open Banking und die zunehmende Etablierung von Finanzsoftware zwingen Unternehmen zur Transformation.

Der World Supply Chain Finance Report geht davon aus, dass bis 2025 Unternehmen mehr als 50 Prozent ihrer Einkäufe online tätigen werden. Mit dieser Entwicklung steigt auch der Bedarf an Rechnungskauf, der von Geschäftskunden bevorzugt wird, sowie bequemen und automatisierten Prozessen.

Zahlarten im B2B E-commerce – Rechnungskauf ist klare Nummer 1 in der Beliebtheit

Um eine höchstmögliche Kaufabschlussrate zu erhalten, sollten Online shops ihre Kunden eine Vielfalt von Zahlungsmethoden anbieten. Die wichtigsten Zahlungsarten in B2B Onlineshops sind lt. ibi Research: (1) Rechnung, (2) Lastschrift und (3) Kreditkarte.

Der Rechnungskauf ist die beliebteste Zahlungsart im B2B-Bereich; 95 Prozent der B2B-Unternehmen wünschen sich diese auch beim Einkauf im Onlineshop, wie ibi Research anführt. Bietet ein Unternehmen diese Möglichkeit nicht an, macht sich das dort bemerkbar, wo es weh tut: Rund 30 Prozent an Umsatz büßen Unternehmen ein, die in ihrem Onlineshop auf Rechnungskauf verzichten.

Trotzdem ist Kauf auf Rechnung im B2B kaum verbreitet. Besonders wenn es darum geht, dem B2B-Kunden einen durchgängigen und komfortablen Einkauf zu ermöglichen und gleichzeitig die Risiken und Kosten für den Händler zu senken, hapert es in der Praxis. Nur 45 Prozent der B2B-Händler bieten online Kauf auf Rechnung sowohl für Bestandskunden als auch für Neukunden an.

Dies ist z.B anders im B2C-Bereich. Hier haben innovative Unternehmen mit neuen Zahlarten dem Online-Einzelhandel zu einem nie dagewesenen Boom verholfen. Die Grundlage dafür ist das Prinzip „Buy Now, Pay Later“: Verbraucher können mit wenigen Klicks online einkaufen und bezahlen bis zu einem Fälligkeitsdatum. Eine Komfortfunktion, die aus dem B2C-Bereich nicht mehr wegzudenken ist und verändert hat, wie Konsumenten heute online shoppen.

Unterschiede zwischen B2C und B2B

Anders als im B2C-Bereich (“business to consumer”, also die Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen und Konsumenten) stellt der B2B-Rechnungskauf Unternehmen vor einige Herausforderungen.

Woran liegt das? Was macht Rechnungskauf für B2B komplizierter?

  1. In der Regel ist bei B2B-Unternehmen der Kundenstamm kleiner als bei B2C-Anbietern. Folglich gehen weniger Aufträge ein und B2B-Unternehmen sind stärker auf rechtzeitige Zahlungseingänge angewiesen.
  2. B2B-Rechnungskauf bedeutet gewöhnlich ein höheres Risiko, da die zu begleichenden Summen vielfach höher sind als im B2C-Bereich. Durchschnittlich betragen B2B-Rechnungen 1.900 Euro.
  3. Wenn der Kunde nach Abschluss eines Rechnungskaufs insolvent wird, kann er die Rechnung nicht mehr begleichen. Will der Händler dennoch seine Zahlung erhalten, geht dies meist mit einem erheblichen Zeit- und Energieaufwand sowie hohen Anwaltskosten einher.

Daher ist es für B2B-Anbieterinnen und -Anbieter wichtig, schon im Vorfeld die Bonität des Unternehmens zu prüfen, das auf Rechnung kaufen möchte. Erst nach erfolgreicher Prüfung kann der Kauf abgeschlossen und die Ware geliefert werden.
Kauf auf Rechnung im B2B-E-Commerce: Was sind die Vorteile?

B2B-Rechnungskauf bringt Unternehmen eine Reihe von Vorteilen:

Beliebteste Zahlungsart. 95 Prozent der Geschäftskunden in Deutschland wünschen sich auch beim Online-Kauf einen Rechnungskauf.

  • Höhere Conversion Rate. Wird Kauf auf Rechnung angeboten, erhöht dies die Conversion Rate um 40 Prozent.
  • Höhere Umsätze. Rechnungskauf erhöht die Warenkorbgröße um 60 Prozent und steigert damit die Kaufkraft beträchtlich.
  • Höhere Kundenzufriedenheit. Das nahtlose Einkaufserlebnis steigert die Kundenzufriedenheit und -treue. Zufriedene Kunden kommen wieder.

Die Umsetzung dessen bleibt für viele Großhändler und Hersteller eine gewaltige Herausforderung. Strategische Überlegungen, eine fundierte Bestandsaufnahme und Analyse der vorhandenen Daten sind dafür essentiell.

Der neue State-of-the-Art für den B2B-Rechnungskauf

Genau hier kommt Mondu ins Spiel: Die Lösung für B2B-Rechnungskauf berücksichtigt sämtliche Anforderungen des B2B-Payments und wird maßgeschneidert in den jeweiligen Onlineshop integriert. Auf diese Weise können Händler, ihren Geschäftskunden – sowohl neuen als auch schon bestehenden – die modernsten und beliebtesten Zahlungsmethoden beim Checkout anbieten.

Zentral ist die Bonitätsprüfung, die in Echtzeit vor dem Verkaufsabschluss abläuft, sowie ein intelligentes Risikomanagement-System inkl. Betrugsprävention. Mondu deckt nicht nur das Ausfallrisiko ab, sondern unterstützt Händler auch bei der Zuordnung von Zahlungen und erleichtert das Mahnwesen.

So können B2B-Händler mit Mondu ihre Online-Bezahlvorgänge und die damit verbundenen Prozesse deutlich verschlanken und sparen eine Menge Zeit und Geld. Das nahtlose Einkaufserlebnis und die flexiblen Zahlungsziele erhöhen die Kundenbindung und steigern den durchschnittlichen Warenkorbwert.

Die B2B-Kunden wiederum profitieren von der damit einhergehenden finanziellen Flexibilität und können das Bezahlen von Rechnungen besser nach ihren eigenen Möglichkeiten und Bedürfnissen gestalten.

Spannende Zeiten für B2B-Unternehmen – aufwändige und ineffiziente Paymentprozesse gehören vielleicht schon bald der Vergangenheit an.

Definitionen

Kauf auf Rechnung

Beim Kauf auf Rechnung (oder auch “Rechnungskauf”) handelt es sich um die in Deutschland beliebteste Zahlungsart. Das Prinzip: Ein Käufer erwirbt eine Ware oder eine Leistung und erhält diese sofort, muss aber erst später dafür bezahlen.

Das Zahlungsziel kann sich unterscheiden und wird vom Rechnungskauf-Anbieter bestimmt. Jeder, der schon einmal privat in einem Onlineshop bestellt hat, ist mit dieser Form der Bezahlung vertraut. Im Grunde ist B2B-Rechnungskauf nichts anderes: Der Käufer bezahlt die Ware oder Dienstleistung erst nachdem er sie erhalten hat.

Bonitätsprüfung

Bei der Bonitätsprüfung wird die Kreditwürdigkeit eines Kunden untersucht, was ein üblicher Bestandteil der Sorgfaltspflicht ist. Üblicherweise wird diese vor einem Vertragsabschluss vorgenommen, um einen potentiellen Zahlungsausfall zu verhindern.

Factoring

Factoring ist eine Finanzierungsform, bei der die offenen Forderungen an einen Dritten verkauft werde. Der Verkäufer erhält sofortige Liquidität, während das Factoring-Unternehmen das Risiko übernimmt, dass die Forderungen ausfallen. Rechtlich gesehen handelt es sich um einen Forderungskaufvertrag

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